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Süd- und Nordstadt-Kids bereiten sich fleißig auf den Sponsi vor

Vorbereitungen für den "Sponsi" laufen

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Es ist Freitagnachmittag. Wie derzeit jede Woche treffen sich Leona, Maria und Ranija vor dem kunterbunten Haus der Südstadtkids. Seit Anfang März bereiten sich die drei, gemeinsam mit Sozialarbeiter Marc Schmitz, auf den Sponsorenlauf, den „Sponsi“ der Mitternachtsmission am 19. Juni vor, wie viele der Süd- und Nordstadtkids. Dabei sind die Kinder und Jugendlichen hoch motiviert – was noch fehlt, sind Sponsoren. „Ich will den ersten Platz machen“, sagt die 13-jährige Maria auf dem Weg zum Friedensplatz, wo die drei trainieren. Für Maria ist es nicht der erste „Sponsi“: „Im letzten Jahr habe ich den zweiten Platz geschafft“, erzählt sie.

Bereits seit 2005 organisiert die Mitternachtsmission den Sponsorenlauf. Dabei kann jeder mitlaufen, egal ob jung oder alt, ob untrainiert oder Profiläufer. Wer mitmachen will, sucht sich einen Sponsor und kann sich noch bis zum 13. Juni anmelden. „Jeder Sponsor legt selber fest, wie viel Geld er pro Runde bezahlen möchte“, erklärt Alexandra Gutmann von der Mitternachtsmission. Ob 50 Cent oder 500 Euro, Beträge in allen Höhen sind möglich.

Erlöse

In diesem Jahr ist der Ablauf jedoch etwas anders als sonst. Wegen Corona drehen die Läufer ihre Runden dezentral. Heißt: Jeder Läufer sendet ein Beweisfoto und die persönliche Rundenzahl, die er in einer Stunde geschafft hat. Wobei eine Runde 750 Meter sind. Einzig die Nord- und Südstadtkids werden wie gewohnt am Götzenturm starten. „Uns war wichtig, dass die Kinder dort vor Ort mitmachen können“, erklärt Gutmann. „Damit ihnen nicht alles genommen wird, was vertraut ist.“ 

Was noch anders ist als in den vergangenen Jahren: Das Training findet nur noch in Kleingruppen statt. Und eine Stunde nach Trainingsbeginn der drei Südstadtkids-Mädchen startet auf dem Alten Friedhof auch bei einer Gruppe der Nordstadtkids das Training. Hier geht es jedoch eher um spielerische Bewegung, denn die Kinder sind zwischen acht und 12 Jahre alt. Heute trainieren zwei Gruppen gemeinsam. Von den fünf Jungs, die Johannes Born betreut, und den vier Mädchen von Miriam Weise laufen einige das erste Mal beim „Sponsi“ mit. „Wir hatten vor zwei Jahren sogar mal einen Fünfjährigen“, erzählt Johannes Born mit einem Lächeln. „Der hat acht Runden geschafft.“

Unterstützung

Die Südstadtkids gibt es inzwischen seit gut 15 Jahren, später kamen die Nordstadtkids dazu. „Wir erreichen in den beiden Stadtteilen 300 bis 400 Kinder“, so Gutmann. „Wir haben viele niederschwellige Angebote und Aktivitäten“, erzählt sie, „aber auch Einzel- und Gruppentermine.“ Von der Berufsorientierung über eine Fahrradwerkstatt bis zur Beratung bei Mobbing oder Konflikten zu Hause ist die Arbeit der Betreuer vielfältig. Dabei soll den Kindern, ganz nebenher, einiges vermittelt werden. „Sie sollen etwa Verbindlichkeiten und Zuverlässigkeit lernen“, beschreibt Gutmann einen Aspekt der Arbeit. 

Wer Sponsor eines Stadtteil-Kindes werden möchte, meldet sich bei der Mitternachtsmission. Der beste Sponsor geht an die fleißigsten Kinder. „Es soll einen Ansporn geben, und die Kinder können lernen, zu ihrem eigenen Glück beizutragen“, erklärt Gutmann. Denn ein Teil der Erlöse geht direkt an die Südstadtkids. Und Maria, Ranija und Leona haben auch schon einige Ideen, was sie mit dem Geld machen könnten. Einen Kletterpark besuchen steht ganz oben auf der Wunschliste.

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