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Spahn: Corona-Maßnahmen in Schulen noch länger

Die Rückkehr der Maskenpflicht

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Bummeln gehen, Restaurant und Biergarten besuchen, sich mit Freunden treffen – kaum genießen die Menschen in Baden-Württemberg die Corona-Lockerungen und fast eine Art Normalzustand im Alltag, tritt Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) schon wieder kräftig auf die Bremse. „Wenn die vierte Welle kommt, kann ich einen erneuten Lockdown in keiner Weise ausschließen“, warnte Kretschmann am Dienstag in der wöchentlichen Regierungspressekonferenz in Stuttgart. 

Sorge bereiten Kretschmann die Reiserückkehrer und die Aussicht, dass aus den Sommerurlauben erneut Infektionen mit einer Virusvariante eingeschleppt werden könnten. Denn die hochansteckende Delta-Variante des Virus macht sich auch im Südwesten breit, wie die täglichen Auswertungen des Landesgesundheitsamtes bereits seit einiger Zeit zeigen. Zumindest eine aus dem Vorjahr bekannte Verbreitungsquelle soll es in diesem Jahr nicht geben. „Wir werden nach den Ferien inzidenzunabhängig an den Schulen eine zweiwöchige Maskenpflicht verhängen“, kündigte Kretschmann an.

Strenge Quarantäne

Wer aus Risiko- und Virusvariantengebieten zurückkehrt, für den gibt es zudem, ob getestet oder nicht, kein Pardon: „Rückkehrer aus diesen Gebieten müssen die Quarantäne einhalten“, sagte Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne). „Dass Flugreisende schon vor dem Einstieg ins Flugzeug einen Test machen müssen, bringt uns hier in eine exzellente Situation“, glaubt Lucha.

Darauf hoffen, dass eine Verletzung der Quarantänepflicht schon nicht auffallen werde, sollte aber niemand. „Es muss ein elektronischer Meldenachweis abgegeben werden“, sagt Lucha, und die Gesundheitsbehörden würden die Einhaltung der Quarantäne kontrollieren. Dafür sind bei der aktuell sinkenden Infektionslage im Land mit entsprechend weniger Kontaktnachverfolgungen auch wieder Kapazitäten vorhanden – 6000 Kontakte würden derzeit landesweit noch täglich nachverfolgt, zu Hochzeiten seien es über 50 000 pro Tag gewesen, so der Gesundheitsminister. 

Aufgrund gestiegener Impfdosen-Lieferung ist die Hoffnung in der Landesregierung auf Eindämmung aber dennoch groß. „Wir sind bei der Impfquote auf der Überholspur, haben im Vergleich sehr hohe Impfquoten bei den vulnerablen Gruppen und den über 60-Jährigen“, sagte Lucha. Allein in dieser Woche würden 187 200 Impfdosen Astrazeneca geliefert, in der kommenden Woche weitere 105 000 Impfdosen. Die führe dazu, dass nun auch wieder Ersttermine vergeben werden könnten.

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