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Abschied vom Studentenleben

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Von einer emotionalen Entlassfeier via PC zu sprechen, scheint auf den ersten Blick seltsam. Doch tatsächlich bekommt derjenige, der dabei ist, öfter eine Gänsehaut, wenn die Bilder von der Reinhold-Würth-Hochschule, der Umgebung, den Hörsälen oder der Natur, in die sie eingebettet ist, über den Bildschirm laufen. Denn der virtuelle Abschied startet mit Impressionen, welche die meisten Absolventen schon eine ganze Weile nicht mehr in dieser Art zu Gesicht bekommen haben. Durch die Feier bekommen die Studenten trotzdem noch eine Chance, sich von ihrer Hochschule zu verabschieden. 

Geschlossen

Seit März vergangenen Jahres herrscht Vorlesungsbetrieb nur noch in den 50 digitalen Hörsälen. „Wir mussten die Feiern der letzten beiden Semester absagen“, bedauert Professor Anke Ostertag, die Dekanin. Im Januar habe man beschlossen, das Glas dann gemeinsam vor dem Schirm zu erheben. Und so gab es überraschend für die Absolventen ein Paket mit Leckereien und natürlich auch etwas zum Anstoßen. Verdient, betont die Dekanin weiter: „Sie können stolz auf sich sein, Sie haben sich nicht durch Corona abbringen lassen.“ Sie zitiert Nelson Mandela mit dem Satz „Die Bildung ist die mächtigste Waffe, die du verwenden kannst, um die Welt zu verändern“. Und das würden die gerade 1500 Studenten, die derzeit in sieben Bachelor- und drei Masterstudiengängen lernen, weiter emsig tun. 

Atmosphäre

Absolventin Milena Gsell spricht für die Studenten. Sie ist inzwischen ins Berufsleben gestartet und erinnert sich gerade in Coronazeiten an die persönliche Atmosphäre vor der Pandemie. „Nach dem zweiten Kennenlernspiel kannte man schon alle.“ Mit den Professoren habe man auch dank der vielen Projekte immer locker auf Augenhöhe und dennoch respektvollen Umgang gehabt. Was das Nachtleben angeht, müsse man eben kreativ werden. „Künzelsau ist das, was du daraus machst“, war der Spruch der Studenten. Und: „Wie in jeder Absolventenrede müssen noch die grasenen Kühe am Wegesrand erwähnt werden“, ergänzt sie lachend. 

Eine davon hat es nämlich sogar zum Maskottchen der Hochschule geschafft: Künni, die Kuh, die (g)rasende Reporterin, leitet zur Verleihung der Abschlussurkunden über. Die Professoren Alexander Jesser, Markus Speidel und Rainald Kaspik lesen stolz die Namen der Absolventen vor. Ihr Kollege Herman-Josef Kiel, der die Urkunden für den Studiengang Betriebs-, Kultur- und Freizeitmanagement verleiht, gibt den ehemaligen Studentenauch noch ein Zitat mit auf den Weg: „Der Mensch hat drei kluge Wege: Nachdenken ist der edelste, Nachahmen der leichteste und Erfahrung der schwierigste.“ Die Professoren Axel Birk und Christoph Tiebel verleihen die Urkunden in ihren Studiengängen. In einem Film nehmen Mitarbeiter Abschied, bevor die einzelnen Studiengänge sich in einem virtuellen Raum treffen. Für die anderen Jahrgänge der vergangenen zwei Semester überlegt sich die Hochschule noch eine ähnliche Lösung.

 

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