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Das Finale von Jugend forscht

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Die virtuelle Ausstellung der Projekte im Bundeswettbewerb von Jugend forscht 2021 ist groß und bunt. Von einer menschlichen Ohrmuschel aus dem 3D-Drucker über nachhaltige Energiegewinnung aus Stroh und Pansensaft bis hin zu Untersuchungen zur Ausbreitung des Coronavirus: Die Finalisten decken viele unterschiedliche Bereiche in den MINT-Fächern Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ab. 
Insgesamt sind 113 Projekte von 169 Jungforschern im Finale am Start. Bis Sonntag dauern der Wettbewerb und die Jurygespräche noch an, dann folgt die große Online-Siegerehrung.

Anmeldungen

Neben der Stiftung Jugend forscht richtet den Bundeswettbewerb in diesem Jahr die Heilbronner Experimenta aus. Coronabedingt bleibt es diesmal bei einem Online-Format, aber 2024 will Jugend forscht noch einmal live nach Heilbronn zurückkommen, um die Zusammenarbeit mit dem Science Center als Bundespateninstitution zu vertiefen. 
Generell habe die Pandemie Auswirkungen auf den Wettbewerb gehabt, erklärt der Vorstand der Stiftung, Sven Baszio: „Es gab einen Anmeldeeinbruch, aber wir waren positiv überrascht, wie gering er ausgefallen ist.“ Normalerweise liege die Zahl bei etwa 12 000 Anmeldungen, diesmal seien es knapp 9000 gewesen. Auch mit der Aktualität vieler Beiträge zeigt Baszio sich zufrieden: „Die Jugendlichen bewegen sich am Puls der Zeit.“ Selbst die Corona-Pandemie sei in den Forschungsthemen aufgegriffen worden, sowie Klimaschutz, Künstliche Intelligenz und die Kombination von Medizin und Technik. „Der Zustand der Umwelt berührt junge Menschen logischerweise ganz besonders“, sagt Baszio. 19 Projekte würden sich Themen rund um erneuerbare Energien, Mikroplastik oder Pflanzen- und Artenvielfalt widmen.

Fragen

Zum Auftakt des Bundeswettbewerbs stellen auch zwei Jungforscher ihre Beiträge vor. Elisabeth Nitz zum Beispiel beschäftigt sich mit einer Pilzflechte, die unter kurzwelligem UV-Licht den Farbstoff Parietin produziert und damit orange fluoresziert. „Dann war natürlich die Frage: Wofür braucht die Flechte das?“, erzählt die 15-jährige Schülerin aus Erfurt. Ihre Antwort: Der Farbstoff schützt die Flechte vor Überhitzung. Tobias Neidhart (18), der Maschinenbau in Konstanz studiert, forscht im Bereich Technik. Er erhöhte die Geschwindigkeit des 3D-Druckvorgangs mit Kunstharz, indem er den Drucker mit einem Ultraschallsender bestückte. 
Am Sonntag werden die beiden wissen, ob sie zu den Siegern gehören. Aber auch so freuen sie sich, es bis zum Bundeswettbewerb geschafft zu haben: „Ich habe viele Ideengeber und Kontakte dazubekommen“, sagt Elisabeth Nitz.

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