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Die Kunst, schön zu schreiben

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Es ist ein eher ungewöhnliches Zoom-Meeting, das zwei Mediengestalterinnen der Heilbronner Stimme am Dienstag veranstalten. Denn von den zehn daran teilnehmenden Stimme -Leserinnen ist die meiste Zeit nur der Haarscheitel zu sehen. Doch das ist genau so gewollt, denn bei der Stimme -Lesersommer-Aktion wird ein Workshop zum Thema Handlettering angeboten, also der Kunst, Buchstaben zu zeichnen. Und die Teilnehmerinnen können dabei fleißig mitmachen. 

Interesse

„Ich habe mich schon lange für Handlettering interessiert, aber ich wusste irgendwie nie, wie und wo ich anfangen soll“, sagt eine der Teilnehmerinnen zu Beginn. Ein Trend ist Handlettering bereits seit Jahren. Die Kunst, Wörter und Buchstaben besonders schön zu schreiben, hat inzwischen viele Anhänger. So war auch das Interesse an der Aktion groß: 131 Stimme -Leser hatten sich für die zehn Plätze beworben. 
Die Mediengestalterinnen Ann-Kathrin Schilling und Lisa Back sind selber begeisterte Handlettering-Schreiber. Dank gleich mehrerer Kameras können die beiden Schritt für Schritt zeigen, auf was es bei der Schönschreiberei ankommt. Und schon die Wahl des richtigen Stiftes scheint eine Kunst für sich: Ein Bleistift, ein dünner Fineliner oder doch gleich ein dickerer Brush-Stift? Hilfreich für die Teilnehmerinnen: In einer vorher zugesendeten Box gab es Stifte, Radiergummi, Übungsblätter und einiges mehr, damit direkt geübt werden kann.

Nach einer Einführung in die Faux-Calligraphie, die sich laut Lisa Back perfekt für Anfänger eignet, da der Kalligraphieeffekt imitiert wird, zeigt Ann-Kathrin Schilling, wie Brush-Lettering funktioniert. Für beides haben die Mediengestalterinnen zuvor Übungsblätter vorbereitet, an denen sich die Teilnehmerinnen austoben können. „Es gibt immer noch mehr zu lernen beim Handlettering“, stellt Ann-Kathrin Schilling klar. Nach den Alphabet-Übungen, mit denen wie in der Grundschule gezeigt wird, wie der richtige Schwung mit dem Stift funktioniert, lernen die Teilnehmerinnen, wie man einem schlichten Spruch mehr Ausdruck verleihen und relativ einfach eine Schrift verzieren kann. Gezeichnete Blumenkränze, Banner und Pfeile bringt Ann-Kathrin Schilling geschwind aufs Papier. „So kann man auch eine einfache Schrift imposant wirken lassen“, erklärt sie.

Meditation

Imposant werden dann auch die Postkarten, welche die Teilnehmerinnen selbst gestalten sollen. „Wir haben vorfrankierte Karten in die Box gelegt“, erzählt Lisa Back. „Und wir würden uns sehr freuen, wenn ihr uns eure gestalteten Postkarten zukommen lassen würdet.“ Außer für wunderschöne Postkarten eigne sich Handlettering auch, um zur Ruhe zu kommen, sind sich die zwei Mediengestalterinnen sicher. „Meditatives Handlettering hilft mir, nach einem stressigen Tag abzuschalten“, erklärt Ann-Kathrin Schilling. 

Beim Gestalten des meditativen Papiers bleibt es jedoch nicht an diesem Abend. Gegen Ende zeigt Lisa Back, wie sich das Ganze auch digital an einem Tablet umsetzen lässt. „Ich fand es super interessant“, befindet Agnes Aschoff. „Das war ein guter Einstieg für uns Nichtkönner und hat mir richtig viel Spaß gemacht.“

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