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Coronavirus - Tschechien

Lockerungen in Baden-Württemberg

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Glücklich ist, wer gegen Corona geimpft oder genesen ist oder in einem Kreis im Südwesten unter einer Inzidenz von 100 wohnt. Denn dort normalisiert sich das Leben allmählich. Einer der ersten Kreise im Südwesten, der von den Lockerungen profitieren könnte, ist der Main-Tauber-Kreis.  Baden-Württemberg will nämlich schon von diesem Samstag an die Corona-Regeln in der Gastronomie, im Tourismus und in der Freizeit lockern. Dafür müssen jedoch bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Liegen die Corona-Zahlen in den Kreisen fünf Tage in Folge unter einer Inzidenz von 100, darf zum Beispiel die Außen- und Innengastronomie zwischen 6 Uhr und 21 Uhr mit Hygieneauflagen und Testkonzepten wieder öffnen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen in Stuttgart.

Baden-Württemberg sei bei der Öffnung der Innengastronomie bundesweiter Vorreiter, hieß es. Damit beendet die grün-schwarze Regierung die sieben Monate lange Zwangspause für die Gaststätten. Im Südwesten liegen derzeit zwölf Kreise unter 100 Infektionen auf 100 000 Einwohner in sieben Tagen.

Im Freien

Der Plan der Regierung sieht weiter vor, in den Kreisen mit niedrigen Inzidenzen Hotels und Pensionen wieder öffnen zu lassen – auch Ferienwohnungen dürfen wieder vermietet werden. Kulturveranstaltungen wie Theater, Opern, Konzerte und Kino sind im Freien in den Regionen unter Inzidenzwert 100 wieder möglich. Galerien, Museen und Gedenkstätten dürfen dort auch wieder öffnen – genauso wie Bibliotheken und Archive. Und es gibt auch eine besonders gute Nachricht für Familien mit Kindern in Kreisen mit einer Inzidenz unter 100: Freibäder dürfen wieder Badegäste empfangen. Außerdem kann man wieder Minigolf spielen, Hochseilgärten und Bootsverleihe dürfen wieder öffnen – allerdings jeweils nur für kleine Gruppen. Sportanlagen, auf denen im Freien kontaktarmer Freizeit- und Amateursport betrieben werden kann, dürfen auch wieder genutzt werden. Zoos und botanische Gärten können im Außen- und Innenbereich aufmachen. Auch Musik- und Kunstschulen dürfen wieder kleine Gruppen von Schülern empfangen.

Für den Einzelhandel gibt es ebenfalls eine Änderung: Bei „Click&Meet“ können statt einem Kunden pro 40 Quadratmeter zukünftig zwei Kunden ohne vorherige Terminbuchung hereingelassen werden – sie müssen aber trotzdem getestet sein. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hatte schon läuten gehört, dass die Auflagen gelockert werden sollen. „Das ist eine super Nachricht, wir brauchen aber dringend die Spielregeln“, sagte Tobias Zwiener von der Dehoga der Deutschen Presse-Agentur.
Die Gesundheitsämter könnten am Freitag feststellen, ob die Marke von 100 an fünf Tagen hintereinander unterschritten wurde. Wenn sie grünes Licht geben, können die Gastronomen an diesem Samstag an den Start gehen. 

In Frage für baldige Öffnungen kommen die Kreise Main-Tauber (43,1), Emmendingen (46,3), Breisgau-Hochschwarzwald (53,1), Heidelberg (74,9), Freiburg (80,9), Konstanz (81,0), Ortenau (88,6), Rhein-Neckar ((89,5), Baden-Baden (90,6), Freudenstadt (92,2), Lörrach (93,6) sowie Böblingen (95,2).

Schnelltests

Gäste müssen laut Dehoga einen Schnelltest oder den Nachweis einer mindestens zwei Wochen zurückliegenden vollen Impfung oder einer Genesung mitbringen. Weiter gelten die üblichen Regeln zur Hygiene und zur Kontaktnachverfolgung. 

Vor dem Öffnen sind die Gastronomen noch mit vielen Unwägbarkeiten konfrontiert: Wie viele Mitarbeiter wollen und können sie einstellen, wie viel Ware bestellen und welches möglicherweise abgespeckte kulinarisches Angebot offerieren? „Sie müssen sich vorsichtig herantasten“, sagte Zwiener. Schnellschüsse verbieten sich auch, weil nach dreitägigem Überschreiten der 100er Marke alle wieder dicht machen müssen. dpa

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