Stimmt.de

Titelseite.indd
Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

08_28_Freibad__hr_Foto_Hohl

Freibäder im Hohenlohekreis könnten bald öffnen

zurück zur Übersicht

Es wird langsam wärmer. Voller Sehnsucht schauen viele Hohenloher auf die Eingangstore der Freibäder. In Öhringen, Künzelsau, Pfedelbach und Niedernhall richteten sich die Blicke der Verantwortlichen zuletzt vor allem nach Stuttgart. Denn ohne konkrete Landesvorgaben läuft nichts. Jetzt ist Bewegung in die Sache gekommen: schneller als manch einer gedacht hat. Am Donnerstag hat das Sozialministerium eine neue Verordnung verkündet, die etliche Lockerungen vorsieht. Bereits ab dem morgigen Samstag gilt: In Kreisen mit einer stabilen Inzidenz von fünf Tagen unter 100 können die Freibäder öffnen. Vom 29. April bis zum 12. Mai hat sich die Inzidenz im Hohenlohekreis halbiert, von 280 auf 140. Sollten die Zahlen im gleichen Tempo weiterhin sinken, könnten die Freibäder bereits in etwa zehn Tagen öffnen. 

Kurz bevor die neuen Beschlüsse bekannt geworden sind, hat sich die HZ bei den Betreibern umgehört. Sie gingen mit der Situation ganz unterschiedlich um. In Öhringen konnte sich Ute Dinger von der Bäderverwaltung eine Öffnung des H2Ö vor Juni – wie im vergangenen Jahr – nur schwer vorstellen. Zuletzt wurde kaum etwas vorbereitet: „Die Becken sind noch mit altem Wasser voll.“ Die meisten Mitarbeiter seien in Kurzarbeit. Das Flottmachen sieht Dinger kritisch: „Alle Becken, die jetzt sauber gemacht werden, sind in vier Wochen wieder dreckig.“ Dass die Menschen Erholung suchen, „ist verständlich, man muss die Lage aber realistisch sehen“, sagt sie. Weil ein negativer Corona-Test Pflicht für den Eintritt werden könnte, befürchtet Dinger bei der Eingangskontrolle einen Mehraufwand, der zu Warteschlangen führen könnte. Genau die sollten eigentlich verhindert werden. 

Hoffnung

Auch in Niedernhall ging der Leiter des Haupt- und Ordnungsamtes, Alfons Rüdenauer, zum Zeitpunkt der HZ -Anfrage nicht von einer Öffnung vor Juni aus: „Es ist unser fester Wille, Anfang, spätestens Mitte Juni, in Betrieb zu gehen“, sagt er. „Eben sobald es geht.“ Bis Mitte Juni wäre für Rüdenauer der günstigste Fall, bei einer späteren Öffnung sei sonst nicht viel übrig von der Badesaison. Für die Wasseraufbereitung wurde für Anfang Juni eine externe Firma gebucht, den Termin musste Rüdenauer fix machen, auch wenn es ein Fahren auf Sicht ist. 

2020 blieb das Niedernhaller Freibad ganzjährig geschlossen, das will Rüdenauer möglichst verhindern: „Wir wissen, wie wichtig das für die Gäste ist.“ Mit mehr Personal, entsprechender Beschilderung und Online-Tickets soll das Plantschen möglich gemacht werden. Dazu muss sich jeder Gast entscheiden, ob er von 10 bis 14 Uhr oder erst ab 14.30 Uhr bis zum Abend ins Bad will. Geimpfte und Genesene hätten vielleicht den Vorteil, keinen Negativ-Test vorlegen zu müssen, „das haben aber nicht wir in der Hand“. Eine Obergrenze für die Besucher brauche es laut Rüdenauer nicht, das Bad habe große Becken und eine weitläufige Liegewiese.

Pfingsten

Mit einem Einlass eventuell schon zu Pfingsten rechnete das Kocherfreibad in Künzelsau vor wenigen Tagen. Bernd Scheiderer, Technische Leiter des Kün-Werkes, sagt: „Wir rüsten uns, damit wir öffnen können, wenn es die Corona-Auflagen zu Pfingsten zulassen würden.“ Das wäre früher als 2020. Das Hygienekonzept des vergangenen Jahres habe sich bewährt, werde aber an die aktuellen Vorgaben angepasst. „In den nächsten Tagen kann auch das Naturbecken wieder gefüllt werden“, so Scheiderer. 

Auf einen konkreten Termin wollte sich die Gemeinde Pfedelbach für die Freibäder Untersteinbach und Oberohrn nicht festlegen. Sie würden beide Bäder aktuell für eine Öffnung vorbereitet, sagte Rathaus-Mitarbeiterin Petra Sonntag. Das Hygienekonzept orientiere sich an dem des Vorjahres und werde an die aktuellen Vorgaben angepasst.

Galerien

Regionale Events