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Zurück auf den Campus?

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Sobald die Sieben-Tage-Inzidenz in Heilbronn stabil unter 100 liegt, kann es auch auf dem Bildungscampus wieder richtig losgehen. In der neuen baden-württembergischen Corona-Verordnung legt das Land fest, welche Öffnungsstufen vorgesehen sind. Das nächste Semester solle, so Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, wieder eines „mit Begegnung, Austausch und direktem Diskurs“ werden. „So, wie Studium eben sein soll.“ 

Stufen

Die erste Öffnungsstufe gilt, wenn die Inzidenz fünf Tage stabil unter 100 bleibt. Dann dürfen Präsenzveranstaltungen draußen mit bis zu 100 Personen stattfinden. „Veranstaltungen im Freien sind für die bei uns angebotenen Fächer aus didaktischen Gründen nicht geeignet“, teilt hierzu die DHBW Heilbronn mit. Die anderen Heilbronner Hochschulen bestätigen, dieser Schritt sei für sie nicht relevant.  Dafür freuen sich viele Studierende auf die Öffnung von Bibliothek und Lernplätzen auf dem Bildungs-Campus. Das ist ebenfalls im ersten Schritt vorgesehen, allerdings mit Voranmeldung und einer Begrenzung auf eine Person je 20 Quadratmeter. In der Bibliothek Liv auf dem Campus wären dann bis zu 50 Besucher möglich, etwa 40 auf den Lernplätzen und der Rest im Halbstundentakt mit Zugang zu den Büchern. „Die Nachfrage nach den Lernplätzen ist groß, vor allem bei Studierenden, die zu Hause etwa schlechtes Internet oder keine Ruhe haben“, sagt DHBW-Hochschulkommunikationsleiterin Nicole Bastian. Im Moment liegt die Inzidenz in Heilbronn allerdings noch über 100, es ist also nicht absehbar, wann dieser Schritt umgesetzt werden kann.

Planungssicherheit

Die zweite Öffnungsstufe folgt zwei Wochen nach dem ersten Schritt, bei stabiler Inzidenz mit sinkender Tendenz. Dann sollen auch Veranstaltungen in Innenräumen möglich sein sowie Mensa und Cafeterien öffnen. Wiederum zwei Wochen später, wenn die Zahlen weiter sinken, dürfen die Hochschulen in Schritt drei Veranstaltungen drinnen und draußen mit bis zu 250 Personen durchführen. 

Die Heilbronner Hochschulen wollen mit der Rückkehr zur Präsenzlehre noch warten, die meisten bis mindestens September. „Nach unseren Online-Prüfungen sind nur noch zwei bis drei Wochen Vorlesungen bis zu den Semesterferien“, begründet Torsten Robert von der Hochschule Heilbronn (HHN) die Entscheidung. Eine längerfristige Planung würden auch die Studierenden begrüßen. „Viele haben ja noch nicht einmal eine Wohnung hier“, sagt der Pressesprecher. So sehen das auch die DHBW Heilbronn und das Center for Advanced Studies (CAS). „Unsere Master-Studierenden sind berufstätig, da ist Planungssicherheit wichtig“, sagt Heike Denscheilmann vom DHBW CAS. Dort wird auch die Prüfungsphase im Juli online stattfinden. Bei der DHBW Heilbronn wird es im Juni dagegen Präsenzprüfungen geben, mit Tests und unter Hygiene- und Abstandsregeln. Auch Laborübungen und eventuell Exkursionen sollen nach Genehmigung in Präsenz möglich sein. Ausgewählte Veranstaltungen, zum Beispiel im Labor, will die HHN ebenfalls in Präsenz anbieten. Die TUM Heilbronn setzt auf einen „intelligenten Mix aus Online-Angeboten und Vor-Ort-Lehre für alle Studiengänge“, sobald die Infektionsschutzbestimmungen es zulassen.

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