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Schüler fordern faire Bildung

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Sie sind nicht etwa gegen Masken oder Testpflicht in den Schulen, im Gegenteil. „Wenn das für Präsenzunterricht notwendig ist, dann macht das“, findet Christoph Eberlein, Vater von zwei Söhnen. Den rund 60 Anwesenden am Freitagnachmittag auf dem Platz am Heilbronner Bollwerksturm geht es um sicheren Präsenzunterricht und faire Bildung für alle. Die „Schüler*innen-Lehrkräfte-Eltern-Initiative“ SEL fordert bei der Kundgebung mehr Bildung.

Kleine Gruppen „Über ein Jahr Corona – und mal ehrlich, wir haben alle schon lange keinen Bock mehr“, fasst Abiturientin Gina Sabatelli zusammen, die gemeinsam mit Emre Kacmaz und Niklas Rosche von der Christiane-Herzog-Schule(CHS) für die schlechte Stimmung der Schüler spricht. „Wir brauchen Präsenzunterricht für die Bildung, aber auch für unsere sozialen Kontakte. Ich bekomme mit, wie andere kaputtgehen“, erzählt die 18-Jährige. Im Wechselunterricht hätten viele gemerkt, wie gut ihnen kleine Gruppen tun. 
Eine der Forderungen lautet denn auch, den Klassenteiler auf 25 herabzusetzen. Für einen sicheren Unterricht wären unterschiedliche Startzeiten der Schulen gut, um die Lage im ÖPNV zu entspannen, ebenso wie eine dichtere Taktung zu den Stoßzeiten, schlägt Eberlein vor. Für faire Bildungschancen würden mehr multifunktionale Teams benötigt. Schulpsychologen und Schulsozialarbeiter müssten ein halbes Jahr Unterrichtsausfall abfangen, deswegen brauche man mehr davon. Ebenso wie Lehrer, ergänzt Brigitte Klein, selbst Lehrerin.

Ausfälle Klassenlehrerstunden, um auch die soziale Ebene zu ermöglichen. 104-prozentige Versorgung der Schulen, um Ausfälle kompensieren zu können. „Corona ist auf ein kaputtgespartes Bildungssystem getroffen.“ Kacmaz fordert mehr Schul-ITler. So wie bisher könne es nicht weitergehen. „Liebes Kultusministerium, ein Sorry ist kein Radiergummi“, prangert der 20-Jährige die Politik an.

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