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Schulsozialarbeiter leisten Hilfe

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In den Wochen des zweiten Lockdowns haben sie sich lustige Dinge überlegt, um mit ihren Schützlingen in Kontakt zu bleiben. Jetzt haben die Schulsozialarbeiter der Katharina-Kepler-Schule sowie der Realschule ihre Jahresberichte im Gemeinderat vorgelegt.

Es ist keine leichte Zeit, weder für Schüler, Eltern und Lehrer noch für Schulsozialarbeiter, da sind sich Lars Schulz von der Katharina-Kepler-Schule sowie Stephanie Pilarek und Rahel Hachtel von der Realschule einig. Die Sozialpädagogen versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Im Frühjahr hatten sie großen Erfolg mit ihrer CoFit-21-Challenge, mit der sie Woche für Woche ihren Schülern neue Aufgaben gestellt und lustige Dinge ausprobiert haben. Die Jugendlichen brauchen ein Ventil, müssen mal abschalten, denn die Sorgen haben zugenommen, wissen die Schulsozialarbeiter. Schuld sind nicht nur Homeschooling oder Liebeskummer, die Auseinandersetzung mit Gleichaltrigen fehlt, die Tagesstruktur fällt weg, zugleich haben Krisen in den Familien zugenommen, etwa durch Kurzarbeit oder drohende Arbeitslosigkeit. Außerdem gibt es Sorgen um die Gesundheit bis hin zur Angst vor dem Wiedereinstieg in den Schulalltag oder dem Verlust des Ausbildungsplatzes.

Bedürfnisse

In so außergewöhnlichen Situationen finden es Sozialpädagogin Stephanie Pilarek und Sozialarbeiterin Rahel Hachtel von Vorteil, dass sie zu zweit an einem Schulstandort tätig sind. So können sie besser auf die Vielfalt von Bedürfnissen reagieren. Im Schuljahr 2019/2020 haben 249 Schüler Hilfe gesucht, 767 Einzelgespräche mit Schülern haben stattgefunden, rund 100 weniger als im Vorjahr. Gut 600 Schüler besuchen die Realschule. Unterstützung gibt es seit dem Schuljahr 2019/20 vom dualen Studenten Tilo Harloff für drei Jahre. Je nach Klassenstufe wurde während der Kompetenzförderstunden über Freundschaften, Streitkultur, Zivilcourage, Identitätsfindung, Berufsorientierung, Süchte, Essstörungen oder Mobbing gesprochen. 

Diplom-Pädagogin Dunja Löbe betreut die Schulsozialarbeit an der Grundschule der Katharina-Kepler-Schule, an der 253 Schüler lernen. Für die Werkrealschüler ist Schulsozialarbeiter Lars Schulz zuständig. Lobe hatte 67 Schülerinnen und 91 Schüler in der Einzelfallberatung. Während des Lockdowns erfolgte diese überwiegend telefonisch.

Pausenengel

Die meisten Grundschüler hielten über die SDUI-App Kontakt mit ihren Lehrern. Nach der Öffnung der Schulen mussten sich zahlreiche Grundschüler erst wieder an den persönlichen Umgang mit Mitschülern und Lehrern gewöhnen. Neu ist das Projekt der „Pausenengel“ an der Grund- und Werkrealschule. Das Motto lautet: „Hinschauen – einmischen – helfen oder Hilfe holen“. 
Bedauert wurde von den Gemeinderäten, dass das Jugendzentrum seit dem Jahreswechsel nach dem Weggang des Sozialarbeiters geschlossen ist.

 

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