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Wie Schüler die Abiturprüfungen 2021 empfinden

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„Wir starten am 8. Juni mit den schriftlichen Prüfungen“, erzählt der Fleiner Jérôme Fisel, der in Heilbronn an der Luise-Bronner-Realschule seinen Abschluss macht. Er wirkt entspannt. „Die Nervosität hält sich momentan noch in Grenzen“, sagt der 17-Jährige. Und fügt selbstbewusst hinzu: „Das läuft alles irgendwie.“ So wie die Kommunikationsprüfung im Februar. Die ist zu seiner Zufriedenheit schon rum. Im Dialog mit einem Tandempartner hat er auf Englisch die Hochseeinsel Helgoland präsentiert. Die erste schriftliche Klausur findet an der Realschule wie am Gymnasium im Fach Deutsch statt. „Das wird wohl auf eine Erörterung hinauslaufen“, glaubt Jérôme. Auf keinen Fall wolle er ein Gedicht analysieren. Lernt er fleißig? „Ich sollte mal anfangen.“ Der großgewachsene junge Mann grinst. Mit dem Schnitt, um am Gustav-Schmoller-Wirtschaftsgymnasium weitermachen zu können, „sehe ich kein Problem“. 

„Ich weiß, dass ich es schaffen werde“, sagt die 16 Jahre alte Elma Hajrula, die im Juni ihre Hauptschulprüfungen am Jagsttal-Schulverbund Möckmühl macht. Trotzdem sei sie nervös. Mathe mache ihr etwas Sorgen. „In Englisch und Deutsch bin ich gut“, betont die Jugendliche aus Widdern. Die Lehrer bereiten sie im Präsenzunterricht gut auf die Abschlussarbeiten vor. Ihrer Einschätzung nach sind Klassenkameraden angespannt, allerdings würden alle sehr gut auf die Prüfungen lernen. Die meisten Schulen in der Region sind für den Unterricht in den Klassenzimmern geschlossen, davon ausgenommen sind unter anderem Schüler, die in diesem Schuljahr vor einer Abschlussprüfung stehen. Das lobt die 16-Jährige. „Ich bin sehr froh, in die Schule zu dürfen“, sagt Elma. „Dort kann ich mich besser konzentrieren.“ Im Herbst will sie erst einmal weiter zur Schule gehen. Sie peilt die Mittlere Reife an. 

Kerim Gökalp steht vor der Hauptschulprüfung, die im Juni beginnt. Nervös ist der 16-Jährige, der den Jagsttal-Schulverbund in Möckmühl besucht, nicht. „Bei mir geht es noch“, sagt er. Mit Deutsch geht es am Dienstag, 8. Juni, los, am Donnerstag darauf kommt Mathe, und eine Woche später, am 15. Juni, folgt Englisch. Die Zeit rinnt dahin. „Ich muss anfangen, viel zu lernen“, spürt Kerim den Druck, der sich langsam aufbaut. Klassenkameraden seien unruhiger, weiß er. Viele hätten Angst, es nicht mehr zu schaffen. Der Jugendliche ist froh, dass er im Präsenzunterricht auf den Abschluss vorbereitet wird. Im Klassenzimmer könne er auch mal nachfragen. Zu Hause habe er nicht so viel verstanden. „Homeschooling ist nicht so gut.“ Die Lehrer lobt er: „Sie achten darauf, dass wir alles gut erreichen können.“ Nach dem Hauptschulabschluss will er die zweijährige Berufsschule besuchen.   

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