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Die inhaltlichen Linien beeinflussen

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Alexander Hampo ist seit fast neun Jahren Mitglied der Jungen Liberalen in Heilbronn. Im März kandidierte der Politik-Student sogar als FDP-Direktkandidat für den Landtag. Im Interview verrät Alexander, warum er sogar schon Hassbriefe erhalten hat.

Alexander, was hat dich dazu bewogen, einer politischen Jugendorganisation beizutreten?

Alexander: „Im Januar 2013 war ich auf einer Veranstaltung mit dem damaligen Außenminister Guido Westerwelle. Er hat eine Rede über Europa und dessen Zukunft gehalten. Seine Vorstellungen von einem stärkeren Europa haben mich total in den Bann gezogen und gleichzeitig mein politisches Interesse geweckt. Kurz darauf bin ich an meinem 16. Geburtstag den Jungen Liberalen, den Julis, beigetreten.“

Hast du das Gefühl, politisch überhaupt etwas mitgestalten zu können?                                

Alexander: „Definitiv. Mein Parteikollege Finn Ole Albers ist ein gutes Beispiel dafür. Er hat einen Antrag zum besseren Vorgehen gegen Mobbing an Schulen am FDP-Landesparteitag vorgestellt, der dann von der Mutterpartei aufgegriffen und mit in die Sondierungsgespräche getragen. Wir können also sehr wohl die inhaltlichen Linien beeinflussen. Auch auf kommunaler Ebene haben wir definitiv eine gewisse Schlagkraft und können genauso wie in den Wahlprogrammen der Mutterpartei Akzente setzen.“ 

Warum sollte man einer politischen Jugendorganisation beitreten?

Alexander: „Man lernt viele neue Menschen kennen, lernt zu diskutieren und zu debattieren, vor allem mit Menschen, die eine andere Meinung vertreten. Mir hat das selbst total viel gebracht. Aber natürlich bekommt man auch einen Eindruck davon, wie die Arbeit einer Partei abläuft und lernt sozusagen das politische Handwerk. Wobei man das auch in allen demokratischen Jugendorganisationen lernt.“

Für welche Themen machst du dich stark?                                                                                                         

Alexander: „Ich finde, dass die wichtigen großen Fragen der Außenpolitik auf europäischer Ebene entschieden werden sollten, anstatt dass alle Mitgliedstaaten ihre eigene Suppe kochen. Auch darin liegt der Fokus der Julis, Europa stärker und zukunftsfähiger zu machen. Natürlich ist für mich auch die Freiheit der Einzelnen und dass sie gewahrt wird ein wichtiges Thema. Ich bin der Ansicht, dass jeder für sich selbst entscheiden kann, was für ihn gut ist.“

Welche Aufgaben übernimmst du bei den Jungen Liberalen?

Alexander: „Bis August war ich Bezirksvorsitzender bei den Julis. Aktuell habe ich kein Amt bei den Jungen Liberalen inne, jedoch bin ich Ortsvorsitzender der FDP, also der Mutterpartei, in Weinsberg. Außerdem absolviere ich gerade meinen Master in Politikwissenschaften an der Zeppelin-Universität in Friedrichshafen.“ 

Du bist bei der Landtagswahl im März als FDP-Direktkandidat für den Wahlkreis Neckarsulm angetreten. Leider hat es am Ende nicht gereicht. Käme eine erneute Kandidatur für dich in Frage?                                                                                                                                              

Alexander: „Sag niemals nie!“ (lacht)

Gibt es irgendwelche kuriosen Geschichten aus deiner Wahlkampfzeit?                                                

Alexander: „Ich habe tatsächlich einige Hassbriefe bekommen, als ich für den Landtag kandidiert habe, sie waren hauptsächlich von älteren Leuten geschrieben worden. Darin stand meistens, dass ich noch viel zu jung sei und erst mal studieren solle, bevor ich mich um ein solches Amt bewerbe. Ich habe es aber mit Humor genommen und konnte darüber lachen.“   

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