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Nicht allen Clubbetreibern ist zum Feiern zumute

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Nada, niente, nichts: Lange Zeit blieben die Tanzflächen der Clubs in Heilbronn leer. Von Oktober 2020 bis zum Frühling mussten Clubs, Bars und Diskotheken schließen, wurden in die Corona-Zwangspause geschickt. Derzeit geht es wieder aufwärts. Die Gartenlaube zum Beispiel hat seit Juni wieder geöffnet. Erst kürzlich stieg dort eine große Halloween-Party unter der 2G-Regelung. „Es war bombastisch, wir hatten einen riesigen Zulauf“, resümiert Laube-Chef Matthias Kern den Abend.

Auch auf die vergangenen Monate schaut er glücklich zurück: „Es war ein schöner Sommer.“  Lebensfreude sei zu spüren gewesen, und das soziale Miteinander habe allen einfach nur gutgetan, sagt er. Trotzdem ist Kerns Laune getrübt: „Vor uns liegt ein dunkler Winter. Wir sind wieder an dem gleichen Punkt wie vor einem Jahr, wenn nicht sogar noch schlimmer.“ Mit Blick auf die hohen Infektionszahlen sieht Matthias Kern Deutschland geradewegs auf den nächsten Lockdown zuschlittern. „Ich rechne fest damit.“ Das ganze „Regel-Wirrwarr“ tue ihm vor allem für die jungen Menschen leid, sagt Matthias Kern. 

Corona-Alarmstufe

Optimistischer ist da Felix Seeger vom Creme 21, das sich vor gut zwei Monaten aus der Corona-Zwangspause zurückgemeldet hat. „Die Politik hat versprochen, dass es keinen weiteren Lockdown mehr geben soll. Darauf vertraue ich", sagt der Betriebsleiter. Aktuell prüfe man, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, sollte die Corona-Alarmstufe bald greifen. Abgesehen davon wurden bereits einige Umbaumaßnahmen unternommen. Zum Beispiel habe die Diskothek antivirale Luftreiniger im Gastraum platziert und sich eine neue Spülmaschine zugelegt, die die Gläser nicht nur reinigt, sondern auch desinfiziert, nennt Felix Seeger ein paar Beispiele. 

Wie die Stimmung im Club ist? „Absolut gigantisch. Man merkt, dass die Menschen wieder feiern wollen“, schwärmt er. Die Schlangen sei jedes Wochenende lang, der Hype um das Creme 21 groß: „Es ist ein überragendes Gefühl, dass der Zuspruch so groß ist. Das zeigt uns, dass wir nach wie vor wichtig sind und vieles richtig machen.“ Felix Seeger erklärt, dass sein Club ein siebenseitiges Hygienekonzept erstellt hat, er selbst ist Mitglied im Bundesverband deutscher Discotheken und Tanzbetriebe (BDT) und dadurch ständig auf dem neusten Stand. Mit dem Greifen der Corona-Warnstufe hat das Creme 21 auch die 2G-Regel eingeführt.

Feierlaune

Das Mobilat hat vor circa vier Wochen erstmals seine Türen geöffnet. Inhaber Michael Brähne erklärt, dass die Zeit genutzt wurde. Der Club wurde umgebaut und unter anderem eine leistungsstarke Lüftungsanlage eingerichtet. Wegen der entfällt auch weiterhin die Maskenpflicht auf der Tanzfläche – trotz der aktuell geltenden Corona-Warnstufe. Die Stimmung am Eröffnungsabend am 15. Oktober sei super gewesen. „Alle haben sich gefreut, dass es wieder losgeht. Die Menschen haben Lust, zu feiern“, sagt Brähne. Trotzdem habe der Andrang etwas nachgelassen. Woran das liegt, könne sich Michael nicht erklären. Durch Gespräche mit anderen Clubbetreibern aus Heilbronn und Stuttgart weiß er aber, dass es auch anderen so geht. „Alle haben zu kämpfen, wir befinden uns in einer schwierigen Situation.“

Noch sei nicht klar, was eine mögliche Alarmstufe für Clubs und Diskotheken bedeutet. Sollte wieder eine Maskenpflicht auf der Tanzfläche gelten, werden die Gäste ausbleiben, vermutet Michael Brähne. Die aktuelle Corona-Entwicklung sieht er skeptisch. „Mal schauen, wie lange die Clubs geöffnet bleiben dürfen.“

 

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