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Ein Sprungbrett in den Schuldienst

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Dass in Baden-Württemberg bis 2030 über 10 000 Lehrstellen besonders im Bereich Mint (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) fehlen, will die Stiftung Deutsche Wirtschaft (SDW) gezielt bekämpfen. Mit im Boot sind die Dieter-Schwarz-Stiftung und die Vector-Stiftung mit der Initiative „Mintoring“. Sie fördert Schüler, die in den nächsten Jahren Abitur machen und mit dem Gedanken spielen, einmal selbst Lehrer in Mint-Fächern zu werden.

50 Schüler

Die Förderung bietet neben Workshops, Coaching und digitalen Lernformaten auch finanzielle Unterstützung. Das Wort „Mintoring“ spielt auf die Mint-Fächer und den Begriff Mentoring, der einen Wissenstransfer zwischen Erfahrenen und weniger Erfahrenen bezeichnet, an. In dieses Programm wurden jetzt in der Heilbronner Experimenta 50 Schüler aus dem Ländle aufgenommen.
 
Ohne die organisatorische und finanzielle Hilfe der beiden Stiftungen wäre die seit 2012 existierende Unterstützung für Schüler vor dem Abitur bis zum Ende des ersten Studienjahres flächendeckend nicht möglich gewesen, urteilte Dr. Arndt Schnöring, Generalsekretär der SDW. Seine Organisation übernimmt das operative Geschäft, Andrea Freudenberg und Ronja Sames halten den Kontakt zu den Stipendiaten und moderierten die Aufnahmefeier. Schnöring sieht eine starke Vorbildwirkung von engagierten Lehrern. Im Austausch mit Mentoren, die den Weg schon vorausgegangen sind, können die Teilnehmer fundierte Entscheidungen über die passende Fachkombination und die richtige Hochschule treffen. Unterstützt wird im Programm auch die Selbstreflexion und die Ermittlung der eigenen Interessen und Talente. Mehr praxisnahe Wissenschaft ist Schnörings Empfehlung für die Schule der Zukunft.
 
Von der Dieter-Schwarz-Stiftung begrüßte Silke Lohmiller die Interessenten für die Mint-Fächer, die ein Lehramtsstudium anstreben sollten, aber nicht verpflichtet sind. Sie unterstrich, dass möglichst viele Frauen an „Mintoring“ teilnehmen sollten. Den Abstand zu diesen Fächern möchte sie durch Experimenta-Besuche schon im Kindergartenalter und eine aktive Einbindung während der Schulzeit schaffen. „Was man gerne macht, macht man gut“ ist ihre Überzeugung.
Die Vorständin der Vector-Stiftung Edith Wolf möchte Lehrer als Multiplikatoren haben, die für ihre Fächer brennen und zusammen mit jungen Menschen Einfluss auf die Zukunft nehmen. Sie versprach den Studierenden glänzende berufliche Aussichten und sieht in der Initiative den Schlüssel zum Bildungserfolg.

Teilnehmende

Madeleine Sambo aus Brackenheim besucht die Christiane-Herzog-Schule. Den Berufswunsch Lehrerin hat sie schon seit längerer Zeit. „Ich kann gut mit Kindern arbeiten.“ Daher macht sie bei „Mintoring“ mit, nachdem ihr Physiklehrer das Programm vorgestellt hatte. Auch Hendrik Sinn aus Obersulm wurde von seinem Physiklehrer angesprochen. Zusammen mit seinen Freunden Marius Ehrenpfordt, Nils Kellner und Till Walter besucht er das Paul-Distelbarth-Gymnasium. Für die vier Elftklässler ist der Weg ins Lehramt noch nicht sicher, sie möchten mit dem Stipendium den Weg in ihre berufliche Zukunft weiter abklären.
 
 
 

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