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Im Agentenfieber um 00.07 Uhr

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Natürlich ist es ein netter Gag, die Premiere des neuen James-Bond-Films auf kurz nach Mitternacht, oder genauer gesagt auf 0.07 Uhr, zu legen - sind die drei Zahlen doch die Code-Bezeichnung für den berühmtesten fiktiven Geheimagenten der Kinogeschichte.

Bis die bekannte Pistolenlauf-Sequenz dann aber über die Leinwand flackert und die unverwechselbar treibende Bond-Erkennungsmelodie erklingt, vergehen wegen der Film-Vorschau und Werbung noch 20 weitere Minuten. Aber dann: "Keine Zeit zu sterben" lautet der Titel des 25. Bond-Teils, der seit gestern und damit durch die Corona-Pandemie knapp eineinhalb Jahre später als geplant in den deutschen Kinos angelaufen ist. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag nutzten knapp 60 Film-Fans im Cinemaxx Heilbronn, ausgestattet mit Popcorn und Getränken, die Gelegenheit, Schauspieler Daniel Craig bei seinem letzten Einsatz als Geheimagent 007 so früh wie möglich zu erleben.

Ein roter Teppich und eine Fotoleinwand

Schon vor Beginn des Films ist im Foyer eine gewisse Vorfreude zu spüren. Vor dem Eingang von Kino 1 ist ein roter Teppich ausgerollt, einige Besucher posieren vor einer weißen, ausgeleuchteten Fotoleinwand Rücken an Rücken in der typischen Bond-Pose mit gezückter Waffe. Für Dieter Kleber aus Waldbach und seinen Sohn Gunter ist der gemeinsame Bond-Kinobesuch schon so etwas wie Tradition. "Wir machen das seit ,GoldenEye", also seit 1995", sagt Dieter Kleber. Den späten Filmbeginn mitten in der Nacht nimmt er sportlich.

"Ich habe Zeit, ich bin Rentner. Aber mein Sohn muss morgen früh arbeiten", sagt Kleber und lacht. Was das Vater-Sohn-Gespann an den kultigen Agentenstreifen schätzt? "Bond-Filme sind immer ein Spiegelbild ihrer Zeit und beleuchten die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe", sagt Gunter Kleber. Ein großer Fan ist auch Michael Eichmann aus Heilbronn: "Ich schaue die Filme schon seit über 30 Jahren. Die Kritiken des neuen Teils waren sehr gut. Deshalb bin ich gespannt und hoffe auf viel Action."

Große Hoffnungen

Auch die Kinobetreiber legen in den neuen Agententhriller nach der langen Corona-Pause große Hoffnungen. "James Bond muss nicht nur die Welt auf der Leinwand retten, sondern auch die Kinos in der Realität", sagt Cinemaxx-Theaterleiterin Beatrice Hitschrich mit einem Augenzwinkern. "Mit ,Tenet" und ,Dune" hatten wir zwar zwei große Blockbuster in der Corona-Zeit, aber die Strahlkraft eines Bond-Films haben beide dann doch nicht", so Hitschrich. "Es ist für alle Kinos mit Abstand der wichtigste Film der vergangenen zwei Jahre."

"Die Resonanz auf den neuen James-Bond-Teil ist groß", sagt Beatrice Hitschrich. "Der Vorverkauf lief super, einige Vorstellungen sind schon so gut wie ausverkauft. Wir werden in den kommenden Wochen noch weitere Spielzeiten einplanen", so die Theaterleiterin. "Keine Zeit zu sterben" läuft in der Region außerdem im Prestige Filmtheater in Künzelsau, im Scala Kino und im Holi in Öhringen, im Cineplex Neckarsulm sowie im IMAX Kino in Sinsheim.

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Geteilte Meinungen

Nach 163 Minuten läuft um 3.10 Uhr der Abspann über die Leinwand. Die Meinungen über den neuen Bond gehen beim Premierenpublikum auseinander. "Zu viel Liebesgeschichte, zu wenig Weltrettung. Das war für mich kein klassischer James Bond", sagt Michael Eichmann. "Aber es ist jetzt auch schon wirklich spät. Vielleicht muss ich ihn mir noch ein zweites Mal in Ruhe anschauen", ergänzt er.

Zu einem anderen Urteil kommt Katharina Trochowski: "Ich fand den Film super. Daniel Craig schafft es, der Figur völlig neue Facetten zu geben. Es ist sehr schade, dass er jetzt nicht mehr dabei ist." Trotzdem will sie sich auch den nächsten Teil der Film-Reihe anschauen. James-Bond-Fans sind treue Seelen.

Bleibt am Ende nur noch die Gretchenfrage, die unter den Fans immer wieder diskutiert wird - und die auch in der Premierennacht in Heilbronn unterschiedlich beantwortet wird. Wer ist denn nun der beste James-Bond-Darsteller? "Ganz klar Roger Moore", sagt Dieter Kleber. "Sean Connery", findet Michael Eichmann. "Pierce Brosnan", sagt Katharina Trochowski.

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