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Lokale Agenda prescht mit Projekten vor

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Sie wollen gemeinsam mit der Volkshochschule Heilbronn eine der wichtigsten Zukunftsfragen mit Leben füllen und Klimaschutz aus praktischer und persönlicher Sicht beleuchten. Mit einer Veranstaltungsreihe „Pro-Klima-aktiv“ bietet die Lokale Agenda Heilbronn ab Anfang Oktober ein besonderes Bürgerprojekt an. Mit kostenfreien Vorträgen und Workshops sollen die Klimakrise veranschaulicht und Bürgern Ansätze aufgezeigt werden, wie sie ihren persönlichen CO2-Fußabdruck senken können.

Programm

„Wir möchten für Aha-Erlebnisse sorgen“, blickt Mitorganisatorin Ellen Keifer auf die neuen Angebote. Bei vielen Menschen sei im wirklichen Tun „noch viel Luft nach oben.“ Los geht es mit einer Lesung über eine Reise zu Schauplätzen der Klimakrise (1. Oktober). „Klimawandel, Heilbronn und wir“ ist ein Vortrag überschrieben, der Antworten von morgen vermitteln soll (8. Oktober). Der Zwölf-Punkte-Plan für ein klimafreundlicheres Heilbronn wird am 15. Oktober vorgestellt. Dann geht es mit Workshops weiter, die die Frage aufgreifen, wie man „nachhaltig und klimaschonend in der Stadt unterwegs“ sein kann (22. und 29. Oktober). Vorträge über Artenvielfalt im eigenen Garten und Workshops über den eigenen CO2-Fußabdruck starten im November. Der eigene CO2-Ausstoß kann mit Hilfe von speziellen Internetrechnern (Umweltbundesamt, WWF) anschaulich bestimmt werden. Am Ende geht es um Vorträge und praktische Anleitungen, die Energiewende selbst umzusetzen und eine eigene Solaranlage aufzubauen (Termine im Dezember).

Ausprobieren

„Das praktische Ausprobieren“ soll bei Workshops und Projekttagen im Vordergrund stehen, erklärt Agenda-Mitglied Uwe Ahrens. Beim CO2-Fußabdruck-Projekt sollen auch unterschiedliche Lebensstile simuliert werden. Teilnehmer sollen auch verschiedene Perspektiven einnehmen – zum Beispiel dadurch, indem sie das tägliche Verkehrsmittel wechseln. In einem zweiten Projekt will die Lokale Agenda das Radfahren in Heilbronn mit Bürgerhilfe verbessern.

Mitglieder haben über einen interaktiven Stadtplan eine Radfahr-Mängelkarte entwickeln lassen, in die Radler selbst erlebte Mängel über einen Internetlink direkt in die Karte der Stadt Heilbronn eintragen können. Dies könne zum Beispiel eine falsche Beschilderung, fehlende Schilder oder aber ein plötzlich im Nichts endender Radweg sein, erläutert Uwe Ahrens. Gefahrenstellen sollen so entschärft werden, ist ein wichtiger Ansatz der Mängelkarte. Mitglieder der Lokalen Agenda wollen die Einträge prüfen, die Stellen ansehen, Lösungsvorschläge erarbeiten und dann alles mit dem Amt für Straßenwesen besprechen. Die Behörde habe zugesagt, sich dann um Problemstellen zu kümmern.

Mehr Sicherheit

„Wir leisten die Vorarbeit“, sieht Ahrens einen großen Vorteil in einer Entlastung der städtischen Mitarbeiter. Ist ein Mangel abgestellt, soll er in der Karte auf „Grün“ geschaltet werden. Die neue Karte soll den bereits existierenden Mängelmelder der Stadt ergänzen und die Prozesse beschleunigen, schwebt den Bürgervertretern vor. Im Kern gehe es darum, „das Radfahren in Heilbronn für alle noch sicherer und attraktiver zu machen“, so Ahrens. Und das auch vor dem Hintergrund, dass der Radverkehr in der Stadt in den vergangenen Jahren spürbar zugenommen hat.

 

 

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