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Neustart mit angezogener Handbremse

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Es ist vollbracht. Nach viel Arbeit ist die Umgestaltung der Räumlichkeiten des Jugend- und Kulturvereins Himmelreich in Mulfingen abgeschlossen. Gerd Metzler und seine Frau Marion aus dem benachbarten Eberbach blicken nach getaner Arbeit zufrieden auf ihre Kunstwerke im Clubraum. Neben kunstvollem Graffiti im Barbereich ist vor allem das großflächige Graffiti auf der Konzertbühne ein Hingucker. „Das Motiv zeigt die Hinmelreich-Wiese auf einer Anhöhe oberhalb der Jagst zwischen Mulfingen und Buchenbach, ein beliebter Treffpunkt von Jugendlichen“. Gerd Metzler steht vom Barhocker auf, schaltet das Licht aus und kommt mit einer 3D-Brille zurück. „Mit einer 3D-Brille entsteht beim Betrachten des Himmelreich-Graffitis ein beeindruckender 3D-Effekt“, sagt er gut gelaunt.

Optik

Auch Christian Riegler freut sich mit dem Künstlerpaar über die gelungene Umgestaltung des Clubraums, die im Rahmen eines LeaderProjekts, einer Fördermaßnahme der Europäischen Union zur Entwicklung des ländlichen Raumes, realisiert werden konnte. „Wir haben die Corona-Zeit sinnvoll zur Renovierung genutzt“, sagt Riegler. „Und die ersten Reaktionen zur neuen Optik im Clubraum sind durch die Bank positiv.“ Christian Riegler bleibt dem Himmelreich als Kassenprüfer nach der Jahreshauptversammlung erhalten. Aus dem Vorstand hat er sich nach der großen Mitgliederversammlung am 10. September aber zurückgezogen. „Jetzt sollen mal die Jüngeren ran“, stellt er klar.

Erster Vorsitzender ist ab sofort sein jüngerer Bruder Simon, der zusammen mit dem Zweiten Vorsitzenden Moritz Lang nach dem Ende der Sommerferien die Vereinsaktivitäten wieder in Schwung bringen möchte. „Unsere Mitglieder zeigen sich erfreulicherweise höchst motiviert, wie die Jahreshauptversammlung gezeigt hat. Leider wissen wir nicht, ob uns Corona nicht wieder ausbremst.“ Simon Riegler und Moritz Lang hoffen, dass sie jetzt wieder zumindest mit dem Clubabend einsteigen können, der traditionell immer am Donnerstag zwischen 21 und 0 Uhr stattfindet. „Die Sehnsucht der jungen Menschen nach einem Treffpunkt hier im Jagsttal ist groß. Ich wurde in den vergangenen Monaten schon oft gefragt, wann wir endlich wieder aufmachen“, betont Simon Riegler.

Normalerweise finden im Himmelreich über das Jahr verteilt gutbesuchte Konzerte statt. Doch in Corona-Zeiten bleibt die Planung von Events ungewiss. „Ob Funk, Grunge, Hardrock, Independent, Reggae, Hardrock, Soul oder Techno: das Himmelreich war schon immer bekannt für eine große musikalische Bandbreite. Uns ist aber wichtig, dass die Bands eigene Stücke spielen, denn Cover-Bands gibt es schon mehr als genug. Aber wir müssen abwarten, ob wir 2022 wieder regelmäßig ins Jagsttal einladen können“, bestätigt Simon Riegler.

Weihnachtskonzert

Marion Metzler hofft ebenfalls darauf, dass irgendwann wie früher wieder Konzerte im Himmelreich stattfinden können. „Das Himmelreich ist eine Kulturinstitution im Jagsttal, da denke ich gerne an meine Jugendzeit mit den vielen tollen Konzerten zurück. Auch meine ältere Tochter würde jetzt gerne wieder einmal abends zu einem Konzert gehen und Freunde treffen.“ Falls möglich, dann soll neben den traditionellen Donnerstag-Clubabenden in diesem Jahr noch ein größeres Event im Himmelreich über die Bühne gehen. „Wir hoffen, dass unser beliebtes Weihnachtskonzert am ersten Weihnachtsfeiertag dieses Jahr stattfinden kann, aber das hängt logischerweise auch von der weiteren Entwicklung der Corona-Lage ab“, so Simon Riegler.

 

 

 

 

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